Es ist unumstritten, dass Aerosole ein möglicher Übertragungsweg des neuartigen Corona-Virus sind. Dies gilt insbesondere, da diese sich in geschlossenen Innenräumen (z.B. Klassenräumen) schnell im gesamten Raum verteilen.

Durch geeignete Maßnahmen wie etwa regelmäßiges Lüften durch Stoß- und Querlüften oder über Lüftungstechnik in den Räumen kann das Risiko einer Infektion mit SARS-CoV-2 deutlich reduziert werden.

Dies beschreibt eine aktuelle Stellungnahme der Kommission Innenraumlufthygiene (IRK) am Umweltbundesamt .

Für Schulen empfiehlt die IRK beispielsweise in jeder Unterrichtspause intensiv bei weit geöffneten Fenstern zu lüften. Bei Unterrichtseinheiten von 45 Minuten Dauer sollte auch während des Unterrichts (alle 20 Minuten) gelüftet werden.

Dies soll verhindern, dass die CO2-Konzentration in den Räumen auf einen Wert von über 1000 ppm (0,1 Vol-%) ansteigt. Dieser Wert zeigt in der wissenschaftlichen Literatur unter normalen Bedingungen einen hygienisch ausreichenden Luftwechsel an.

Das Umweltbundesamt empfiehlt deshalb, Lüftungsmaßnahmen an Schulen in folgender Rangfolge zu betrachten.

  1. In Schulen mit raumlufttechnischen (RLT-) Anlagen sollen für die Dauer der Pandemie die Frischluftzufuhr erhöht werden, und die Betriebszeiten der Anlagen verlängert werden.
  2. In Schulen ohne solche Anlagen (schätzungsweise 90 % der Schulen) soll intervallartig über weit geöffnete Fenster gelüftet werden, wie in der gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz (KMK) verfassten UBA-Handreichung zum Lüften in Schulen vom 15.10.2020 beschrieben.

 

Für die Gesamtschule Gangelt-Selfkant bedeutet dies…

In der Abteilung I und III wird regelmäßig gelüftet. (Ein entsprechender Dienst ist in den Klassen dafür eingerichtet worden. Zudem wird momentan in Absprache mit dem Schulträger geprüft, ob zur Erinnerung zusätzlich ein zentral eingespieltes akustisches Signal eingerichtet werden kann.)

Die Abteilung II („Haus der Jugendlichen“) ist eine der wenigen Schulgebäude (s.o.), die über entsprechende Lüftungsanlagen verfügt. Im Zuge der Modernisierung wurden diese in jeder Klasse eingebaut und seit Wiederbeginn des Unterrichts nach den Herbstferien in Betrieb genommen. Diese Anlagen sind mit einem Aluminium-Gegenstrom-Wärmetauscher ausgestattet, bei dem ausschließlich frische Außenluft in die Klassen geleitet wird (keine Umluft). Die CO2-Sensoren sind so programmiert, dass der Wert von 900 ppm nicht überstiegen wird. Auf diese Weise ist die Frischluftleistung in den Klassenräumen gewährleistet. Das bedeutet, dass für diese Abteilung das Öffnen der Fenster nicht mehr nötig ist.